Step by Step eines Auges

Wie beginnt man nun eigentlich mit einer Zeichnung? Zuerst einmal braucht man anständige Materialien! Must have ist ein weicher Bleistift (Stärke B) und am besten noch ein Druckbleistift für die Details. Um Schattierungen weicher auslaufen zu lassen, ist ein Papierwischer unerlässlich. Gerade bei fotorealistischen Portraits lässt sich damit eine hohe Plastizität erzeugen. Um der Zeichnung den letzten Schliff zu geben radiert man mit Hilfe eines Radierstiftes feine helle Details ganz zum Schluss. Das Zeichenblatt sollte nicht zu dünn sein, deswegen verwende ich lieber Zeichenkarton (250g/m²) und zum Fixieren der Bleistiftzeichnung eignet sich handelsübliches Haarspray sehr gut.

Step by Step eines Bleistiftportraits

Wenn man sich mit allen wichtigen Materialien versorgt hat, kann es eigentlich schon losgehen mit der Portraitzeichnung. Grundlage für eine fotorealistische Zeichnung ist eine gute Fotovorlage. Das Foto in Schwarz/Weiß zu konvertieren verdeutlicht die Licht- und Schattenverhältnisse in einem Bild und erleichtert das Arbeiten mit Bleistift oder Kohle ungemein. Im Vorfeld sollte man sich noch für eine optimale Platzaufteilung darüber klar werden, was alles auf der Illustration zu sehen sein soll. Ist der Bildausschnitt ok? Sollen Schriftzüge in die Zeichnung mit eingearbeitet werden? Möchte ich den Hintergrund weglassen, oder einen anderen einfügen? Für das Übertragen des Fotos auf das Zeichenblatt kann man ein Raster verwenden, mit einem Lichttisch arbeiten oder es einfach freihand zeichnen. Wenn man Rechtshänder ist sollte man mit der Illustration optimalerweise oben links beginnen, da man sonst mit der Hand die Kohle- oder Bleistiftzeichnung verwischt. Für eine fotorealistische Zeichnung braucht man einiges an Geduld. Meinen Erfahrungen nach muss man je nach Aufwand, Personenanzahl und Details etwas 10 Stunden einplanen.

Step by Step einer Airbrushillustration

Um eine Illustration farbig zu gestalten gibt es unzählige Möglichkeiten. Für meine Fantasymotive verwende ich neben Buntstiften sehr gerne die Airbrushpistole. Die Airbrushtechnik eignet sich besonders gut für weiche Farbübergänge und lässt sich sehr gut mit anderen Techniken (Pinsel, Buntstift) kombinieren. Meine Skizze vom Fährmann habe ich mit Bleistift auf meinen Schoellershammer Reinzeichenkarton, der speziell fürs Airbrushen entwickelt wurde, übertragen und dann mit hellen lasierenden Farben den Hintergrund grob strukturiert. Es folgen die dunkleren Farbtöne und eine detailliertere Ausarbeitung des Hintergrundes. Da meine Airbrushfarben nicht deckend sind, kann ich über meine Skizze drüber brushen ohne das meine Vorzeichnung verschwindet. Für die Drachenchopper und den Fährmann samt Passagier verwende ich zum Großteil Pinsel. Auch hier arbeite ich mich wieder von den helleren Farbtönen zu den dunkleren vor. Unter Beachtung meiner Lichtquellen, dem diffusen Licht aus dem Hintergrund und der Lampe des Fährmannes, setzte ich Licht und Schatten um Plastizität zu erzeugen.